Marco Schneuwlys Abschluss war nur einer von vielen aus Sicht von YB. (© keystone)

YB (hier Marco Schneuwly) schoss gegen Luzern aus allen Lagen.

In der 89. Minute wurde im Stade de Suisse der Matchball vergeben. Aber nicht etwa vom drückend überlegenen YB, sondern vom Gast aus Luzern. Claudio Lustenberger scheiterte nach einer Hereingabe von Joao Paiva am herauseilenden Marco Wölfli im YB-Tor. Es blieb beim 1:1.

Affolters Fauxpass

Die Besucher gingen völlig entgegen dem Spielverlauf in der 65. Minute in Führung. Dabei profitierte Christian Ianu von einem verunglückten Rückpass von YB-Verteidiger François Affolter. Der Rumäne liess sich die Chance nicht nehmen und bezwang Wölfli.

Durch den Rückstand sichtlich verärgert, erhöhte YB den Druck ein weiteres Mal. 6 Minuten nach Ianus Treffer gelang Emiliano Dudar per Freistoss aus 20 Metern der hochverdiente Ausgleich. Insgesamt trafen die Berner dreimal Aluminium und beklagten sich über einen Freistossentscheid: Davide Chiumentos Foulspiel an Xavier Hochstrasser erfolgte innerhalb des Strafraums, Schiedsrichter Carlo Bertolini entschied anders.

Aarau mit toller Moral und Stojkov

Dank 3 Toren von Aco Stojkov hat Schlusslicht Aarau bei Xamax ein 3:3 erkämpft. Lange sahen die Neuenburger wie der sichere Sieger aus. Nach einer Stunde führte Xamax nach Toren von Carlos Varela (Elfmeter), Stéphane Besle und Mario Gavranovic mit 3:1. Dann kam der grosse Auftritt von Stojkov: In der 75. Minute verkürzte er auf 2:3 und in der Schlussminute gelang ihm sein dritter Treffer vom Elfmeterpunkt aus.

Weiteres Debakel für Bellinzona

Drei Tage nach der 1:7-Heimschlappe gegen YB ist die AC Bellinzona ein weiteres Mal gehörig unter die Räder gekommen. Gegen den FC St. Gallen tauchte die ACB mit 0:5, erneut auf heimischem Terrain.

Bereits nach einer halben Stunde führten die Ostschweizer nach einer Doublette von Moreno Costanzo mit 2:0. Der U21-Internationale benötigte für seine beiden Tore nur gerade 5 Minuten (26. und 31.). Mit einem weiteren Doppelschlag, dieses Mal binnen 180 Sekunden, entschied der FC St. Gallen nach dem Seitenwechsel die Partie vorzeitig. Fabian Frei und Nico Abegglen skorten. Doch damit nicht genug Schmach für die Tessiner: Moreno Merenda erhöhte sogar noch auf 5:0.
(jäg)