Wohin führt der Weg für Ralph Krueger und die Nati im Olympia-Jahr.(© keystone)

Wohin führt der Weg für Ralph Krueger und die Nati im Olympia-Jahr.

Bis zu den Olympischen Spielen in Vancouver stehen Ralph Krueger und der Mannschaft nur wenige gemeinsame Trainings und Spiele zur Verfügung. Der Coach ging mit seinem ersten Aufgebot deshalb keine Risiken ein und bot praktisch nur Spieler auf, die ohnehin zum Stamm der Nati gehören.

«Es wird nicht mehr viele Änderungen geben»

«Ich ziehe meine Linie durch. Das Projekt Olympia 2010 läuft seit der Weltmeisterschaft 2006 in Riga. Der Weg war nicht immer einfach. Aber die Gruppe ist in dieser Zeit zusammengewachsen. Es wird nicht mehr viele Änderungen geben», meint der Deutsch-Kanadier zu seinem Aufgebot.

Für Krueger hat der Olympia-Winter mit der Polemik um seine Person, der Wahl seines Nachfolgers und einigen Äusserungen des neuen SEHV- Präsidenten Philippe Gaydoul («Krueger muss das stärkstmögliche Team aufbieten») turbulent begonnen.

Der Nati-Trainer muss dazu mit der Vorgabe leben, an Olympia mindestens Rang 8 zu erreichen – oder er wird noch vor der WM in seiner zweiten Heimat Deutschland abgelöst. Beeindrucken lässt sich Krueger darob jedoch nicht. Er wirkt in der Arbeit mit seinem Team ungemein motiviert und entschlossen.

Hoffnungsträger Domenichelli

Mit Hnat Domenichelli bekommt Krueger in dieser Saison eine weitere (Offensiv-)Waffe in sein Team. Der mit einer Tessinerin verheiratete Stürmer von Lugano hatte im Frühling den Schweizer Pass erhalten. «Domenichelli bereichert seit Jahren die NLA. An der WM in Bern tat sich unsere Offensive im Abschluss schwer. Domenichelli ist der Typ, der uns diesbezüglich weiterhelfen kann», setzt Krueger grosse Hoffnungen in den 33-Jährigen.

Mit Rüeger im Tor gegen Dänemark

Der Aufgalopp zur Länderspiel-Woche mit dem Deutschland-Cup macht das Spiel gegen Dänemark in Rapperswil. Die Dänen haben gegen die Schweiz noch nie gewonnen (1 Unentschieden 2005 und 18 Niederlagen). Zuletzt gab es 2007 und 2008 vier klare Siege (4:1, 5:0, 5:1, 7:2) für die Schweiz.

Ronnie Rüeger wird gegen Dänemark das Schweizer Tor hüten. Der Klotener Keeper erhielt von Krueger den Vorzug gegenüber Martin Gerber, der am Deutschland-Cup in München gegen die Slowakei und Deutschland zum Einsatz kommen wird. Beide Goalies werden diese Woche somit zwei Länderspiele bestreiten.