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Ein Fackelläuferin angefeuert von Olympia-begeisterten Kanadiern.
«Es ist ein bisschen wie beim Athleten im Umkleideraum. Alles, was vorbereitet werden konnte, ist erledigt», erklärte John Furlong, Chef des Organisationskomitees in Vancouver (VANOC). «Wir können uns darauf konzentrieren, eine aufregende und fröhliche Veranstaltung zu organisieren.»
Finanzielle Schwierigkeiten ausgeblendet
Vergessen scheinen die zahlreichen finanziellen Hiobsbotschaften der vergangenen Monate. Die Kosten für den Bau des Olympischen Dorfes uferten auf 1,1 Milliarden Kanada-Dollar (1,05 Mia Schweizer Franken) aus, das Budget für die Sicherheit verfünffachte sich auf knapp 900 Millionen Franken.
In der ganzen Euphorie geraten auch die Negativschlagzeilen über den fehlenden oder überteuerten Wohnraum in der Olympiastadt Vancouver in den Hintergrund. Von den zu erwartenden Schulden in Milliardenhöhe als olympischem
Vermächtnis spricht derzeit kaum jemand.
Alle Sportstätten sind längst bereit
Furlong und seine Mitstreiter verspüren eine grosse Genugtuung. Die olympischen Sportstätten in Vancouver und im 125 km nördlich gelegenen Whistler Mountain sind längst fertig. Da zudem das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Gastgebern bereits im August volle Olympiareife attestiert hatte, war die Stimmung in der kanadischen Bevölkerung zuletzt die einzige unkalkulierbare Grösse für VANOC.
Wenige Neubauten, etliche Renovationen
Neben dem Richmond Oval, der schmucken Eisschnelllauf-Halle, ist die 19 km lange U-Bahn vom Flughafen in die Innenstadt der einzige Neubau für diese Olympischen Winterspiele. Beide Projekte haben ihre Feuertaufen bereits bestanden und werden den Einwohnern von Vancouver nach den Winterspielen ebenso zur Verfügung stehen wie der ausgebaute Highway «Sea to Sky», der Vancouver mit Whistler verbindet.
Bestehende Arenen wie das Pacific Coliseum (Eiskunstlauf und Short Track), der Canada Hockey Place (Eishockey) oder das imposante BC Place Stadium (Eröffnungs-und Schlussfeier sowie Medaillenzeremonien) sind durch umfangreiche Renovationen aufgepeppt worden.
IOC verspricht Hilfe
«Die Vancouver-Spiele werden ein unvergleichlicher Erfolg werden», prophezeit René Fasel, Vorsitzender der IOC-Koordinierungskommission. Das IOC will sich finanziell beteiligen, sollte das Olympia-Organisationskomitee nach den Winterspielen das operative Budget von 1,7 Milliarden Franken nicht ausgleichen können. Das gab es noch nie. «Die globale Finanzkrise konnte ja keiner vorausahnen», zeigte IOC- Präsident Jacques Rogge vor kurzem Verständnis für VANOC's Finanzsorgen.
Furlong: «Werden gut vorbereitet sein»
Furlong kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. «Während olympische und paralympische Athleten aus aller Welt ihre Vorbereitung darauf ausrichten, im Februar und März in Kanada ihr Bestes zu geben, können sie sicher sein, dass auch wir gut vorbereitet sein werden», versicherte der OK-Chef. Die ausgelassene Stimmung beim Fackellauf sei der beste Beweis.







