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Patrick Müller blickt in eine ungewisse Zukunft.
Vergangenen Sommer lehnte Müller ein Angebot von Servette ab. Bei seinem Stammverein hätte der Genfer in der Challenge League seine Karriere ausklingen lassen können. Doch Müller entschied sich, bei der AS Monaco einen Zweijahres-Vertrag zu unterschreiben. Nun befindet sich der 82-fache Internationale im Fürstentum auf dem Abstellgleis.
Bisher nur neun Einsätze
In Monaco schaffte es Müller letzte Saison nicht, sich einen Stammplatz zu ergattern. Lediglich neun Mal kam der Verteidiger bislang zum Einsatz. «Obwohl ich gerne auf meiner angestammten Position in der Innenverteidigung gespielt hätte, wurde ich immer im defensiven Mittelfeld eingesetzt», so Müller. «Zudem habe ich schlicht auch zu wenig Spielpraxis bekommen.» Auch unter dem neuen Trainer Guy Lacombe spielte er keine Rolle mehr.
Training mit «Leidensgenosse» Simic
Mit der 1. Mannschaft Monacos, die derzeit in der Ligue 1 den hervorragenden 3. Platz belegt, trainiert Müller unterdessen nicht mehr - ebenso wenig mit der Reserve. Der 32-Jährige hält sich mit Dario Simic fit. «Er befindet sich in einer ähnlichen Situation wie ich», so der ehemalige Captain von Serienmeister Lyon. «Für mich ist es wichtig, in Form zu bleiben. Auch wenn ich nicht mehr allzu sehr daran glaube, aber es könnte ja im Winter wieder ein Angebot eines anderen Vereins kommen. Doch es ist genauso möglich, dass meine Karriere bald zu Ende ist.»
«An Südafrika denke ich gar nicht»
Sicher ist, dass Müller in der WM-Planung von Ottmar Hitzfeld keine Rolle spielt. Der Nati-Coach hat stets bekräftigt, dass er nur auf Spieler setzt, welche bei ihrem Verein regelmässig zum Einsatz kommen. Zum letzten Mal stand Müller an der EURO 2008 gegen Portugal für die Nationalmannschaft auf dem Rasen. Aufgeboten wurde er von Hitzfeld zuletzt im Herbst 2008 für die WM-Quali-Partien gegen Lettland und Griechenland.
«Wenn ich auf die Weltmeisterschaft angesprochen werde, dann denke ich an die WM 2006 in Deutschland», sagt Müller. «An Südafrika denke ich gar nicht.»
«Lyon bleibt eine Möglichkeit»
Im Spätherbst seiner Karriere macht sich der Verteidiger auch Gedanken über das Leben nach der Profikarriere. «Ich kann mir vorstellen, im Fussball weiter tätig zu bleiben. In welcher Form weiss ich jedoch nicht.»
Müller, der ein Handelsschule-Diplom besitzt, welches allerdings nach ihm «keinen grossen Wert» hat, würde gerne nach Genf zurückkehren. Dort wuchsen er und seine Frau auf und dort erlernte er das Fussballspielen. «Aber auch Lyon bleibt eine Möglichkeit». In der Stadt an der Rhone wurde er sechsmal französischer Meister mit Olympique.
Gut möglich, dass Müller ein Angebot von Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas nicht ausschlagen würde und beim Verein, mit welchem er die grössten Erfolge in seiner Karriere gefeiert hat, künftig in irgendeiner Form tätig sein wird.
(Laurent Morel/TSR, bon)







