Stanislas Wawrinka.(© reuters)

Auch die zweite Hürde in Basel gemeistert: Stanislas Wawrinka.

Zum zweiten Mal nach 2001 stehen mit Roger Federer, Marco Chiudinelli und Stanislas Wawrinka drei Schweizer im Basel-Viertelfinal. Damals hatten das nebst Federer auch Michel Kratochvil und George Bastl geschafft.

Wawrinka mit Höhen und Tiefen

Wawrinka machte es aber spannend. Gegen Nieminen legte er in den ersten beiden Sätzen jeweils einen Fehlstart hin. Im ersten konnte er den 3:5-Rückstand wettmachen und mit dem vierten Satzball den Umgang noch 7:5 gewinnen. Im zweiten Satz lag er rasch hoffnunsglos 0:4 zurück, ohne dass Nieminen zu Zauberschlägen hätte greifen müssen. Schliesslich ging der Umgang mit 6:2 an den Finnen.

Doch der Schweizer fing sich wieder. Der Entscheidungssatz war eine klare Angelegeheit für den Romand. Er nahm Nieminen gleich die ersten beiden Servicegames ab. Nach zwei Stunden war die spielerische Achterbahnfahrt von Wawrinka erfolgreich beendet.

Am Freitag wird Wawrinka sein bestes Tennis spielen müssen, um gegen den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic zu bestehen. Der Serbe deklassierte den Tschechen Jan Hernych (ATP 59) 6:0, 6:0 und verpasste damit erstmals in seiner Karriere einem ATP-Gegner eine «Brille».

Lammer verliert trotz gutem Start

Der Baselbieter Marco Chiudinelli wurde gegen den Zürcher Michael Lammer (ATP 167) seiner Favoritenrolle letztlich gerecht, bekundete aber viel Mühe, bevor der 2:6, 6:3, 6:3-Erfolg nach 128 Minuten feststand.

Lange Zeit war Chiudinelli die Anspannung vor seinem Publikum anzumerken. Die Favoritenrolle behagte ihm nicht. Im ersten Satz musste er zweimal seinen Aufschlag abgeben.

Zweiter Viertelfinal für Chiudinelli

Chiudinelli kam nach dem verlorenen Startsatz auch entgegen, dass Lammer nicht mehr solid spielte. Die Partie, die von bescheidenem Niveau war, wurde Mitte des dritten Satzes spektakulär. Beim Stand von 3:3 und 30:30 unterbrach Chiudinelli den Ballwechsel und forderte die Challenge. Das «Hawk Eye» gab ihm Recht, zum ersten Mal in dieser Partie. Er schaffte daraufhin das Break und gewann schliesslich den Match.

Für Chiudinelli ist es die zweite Viertelfinal-Qualifikation auf der ATP-Tour nach Bangkok im September. Er trifft nun auf Richard Gasquet. Der Franzose setzte sich mit 4:6, 7:6 (9:7) und 6:2 gegen den Amerikaner John Isner durch. Chiudinelli und Gasquet standen sich bisher einmal gegenüber: An den US Open 2006 gewann Gasquet in vier Sätzen.

Federer gegen Korolew

Auch Federers Viertelfinal-Gegner steht fest. Die Weltnummer eins trifft auf den Russen Jewgeni Korolew (ATP 58), der Jérémy Chardy (Fr) ausschaltete. Im bisher einzigen Duell schlug Federer Korolew an den diesjährigen Australian Open klar in 3 Sätzen.
(jäg/ste)