Roger Federer.(© Reuters)

Roger Federer.

Roger Federers Halbfinal gegen seinen Jugendfreund Marco Chiudinelli war teils hochklassig. 85 Minuten dauerte es, bis Federers 7:6 (9:7), 6:3-Sieg feststand.

Chiudinellis verpasste Chancen

Im 1. Umgang verpasste Chiudinelli mehrere Möglichkeiten, den Satz für sich zu entscheiden. So hatte er im 8. Game drei Breakbälle in Serie, Federer wehrte aber alle mit seinem guten Aufschlag ab.

Auch das Tiebreak war umstritten. Federer musste einem 1:4-Rückstand nachrennen. Danach hatten beide Spieler Satzbälle, bevor Chiudinelli mit einem Vorhandfehler den Satz abgab.

Federer im 2. Satz ungefährdet

Den 2. Satz lenkte Federer hingegen von Beginn weg in die für ihn günstige Richtung. Der Weltranglisten-Erste nahm Chiudinelli gleich dessen erstes Servicegame ab. Danach servierte er das Match sicher nach Hause. Chiudinelli kam zu keiner Breakmöglichkeit mehr.

Chiudinelli stösst weiter vor

Trotz des Halbfinal-Outs kann Chiudinelli mit seinem Abschneiden hoch zufrieden sein. Ausgerechnet an seinem Heimturnier stiess der Wildcard-Inhaber erstmals in seiner Karriere in einen ATP-Halbfinal vor. Im Ranking wird er erneut einen grossen Sprung nach vorne machen.

Djokovic zieht Kopf aus der Schlinge

Gegner Federers im Final ist Novak Djokovic. Der Serbe bezwang Radek Stepanek (Tsch) mit 6:7 (4:7), 7:5 und 6:2. Im 2. Satz stand die Weltnummer 3 allerdings bei 4:5 und 0:40 am Rand einer Niederlage.

Doch der Serbe wehrte die 3 Matchbälle ab, nahm Stepanek unmittelbar danach den Aufschlag ab und glich zum 1:1 nach Sätzen aus. Im 3. Umgang schaffte Djokovic früh den vorentscheidenden Service-Durchbruch. Bereits im Viertelfinal gegen Stanislas Wawrinka hatte Djokovic Nervenstärke bewiesen und im 2. Satz einen Breakrückstand aufgeholt.

Federer mit statistischen Vorteilen

Vor dem Final vom Sonntag führt Roger Federer in den Direktduellen gegen Djokovic mit 9:4 Siegen. Die letzten beiden Vergleiche an den US Open und in Cincinnati gingen zugunsten des Schweizer aus.

TV-Hinweis:
«SF zwei» überträgt den Final am Sonntag live ab 15.00 Uhr. Es kommentieren Stefan Bürer und Heinz Günthardt.