Tom Lüthi.(© reuters)

Tom Lüthi.

Der Berner war katastrophal gestartet und in einer der ersten Kurven nach einer Kollision fast gestürzt. Ans Ende des Feldes zurückgefallen, startete Lüthi eine beeindruckende Aufholjagd. Innert kurzer Zeit kämpfte er sich mit starken Rundenzeiten an 15 Konkurrenten vorbei.

Ohne den Zwischenfall am Anfang hätte Lüthi, der sein bestes Saisonresultat egalisierte, wohl gar um die Podestplätze kämpfen können. Letztlich lag Lüthi acht Sekunden hinter dem drittklassierten Marco Simoncelli - genau diese Zeit hatte der Schweizer anfänglich eingebüsst.

Er trauere dem möglicherweise entgangenen Podestplatz indes keine Sekunde nach, stellte Lüthi klar. «Ich bin einfach froh, dass ich mich auf dem Motorrad wieder gut fühle und es wieder aufwärts geht.» Lüthi verbesserte sich in der WM-Wertung dank den 13 Zählern von Sepang gleich um drei Positionen auf den 6. Platz (107).

Chesaux mit Bestresultat - Aoyama siegt

Als 14. durfte sich auch Bastien Chesaux über seine beste Klassierung überhaupt freuen. Der Waadtländer hatte zuvor in seiner Karriere erst einmal, als 15. auf dem Sachsenring, WM-Punkte geholt. Sieger wurde Geburtstagskind Hiroshi Aoyama. Der WM-Leader aus Japan hat vor dem letzten Saisonrennen in zwei Wochen in Valencia 21 Punkte Vorsprung auf Simoncelli. Lüthi verbesserte sich in der WM-Wertung um drei Positionen auf den 6. Platz.

Punkte auch in Achtelliter-Klasse

Auch im 125er-Rennen klassierten sich mit Randy Krummenacher (13.) und Dominique Aegerter (14.) beide Schweizer in den WM-Punkten. Der von Position 12 gestartete Krummenacher hatte einen ganz schlechten Start erwischt und war zunächst hinter Aegerter (Startplatz 21) zurückgefallen.

Lange Zeit fuhr das Duo, das praktisch die gesamt Renndistanz gemeinsam absolvierte, ausserhalb der Top 15, ehe es dank Stürzen von Konkurrenten noch in die Punkteränge rutschte. Der Sieg ging an den bereits zuvor als Weltmeister feststehenden Spanier Julian Simon, der sein sechstes Saisonrennen gewann.

9. Titel für Rossi

In der Königsklasse fuhr Superstar Valentino Rossi seinen neunten WM-Titel ein. Dem Yamaha-Piloten aus Italien genügte in Kuala Lumpur ein dritter Rang. Seit Einführung der MotoGP hat Rossi nun sechs der acht möglichen Titel gewonnen. Nur 2006, als Nicky Hayden (USA) triumphierte, und 2007 mit Sieger Casey Stoner (Au) hiess der Weltmeister nicht Rossi.

Stoner, der in der WM-Wertung auf Rang 3 liegt, sicherte sich mit grossem Vorsprung den Tagessieg vor Dani Pedrosa (Sp). «Mein Team und ich sind wieder auf dem Gipfel. Nun können wir uns entspannen und diese bedeutende Leistung geniessen. Auch der neunte WM-Titel ist grossartig - ich bin ganz einfach happy», sagte Rossi.
(si/fel)