Neuling Plüss und Kämpfer Ziegler als Glücksbringer?
Neuling Plüss und Kämpfer Ziegler als Glücksbringer?
Sébastien Bordeleau: Kann er seine Routine heute gewinnbringend einsetzen? (EQ Images)

Heute Mittwoch fällt der Startschuss zur Vorrunde der neuen Champions League. Der SC Bern spielt zum Auftakt auswärts gegen den schwedischen Meister HV71 Jönköping (19.30 Uhr).

Zum Glück keine Russen?

Die ZSC Lions bestreiten ihre erste Partie erst in zwei Wochen. Bis Ende Januar ermitteln zwölf Klubs das beste Team Europas. Vorerst werden aus vier Dreiergruppen die vier Halbfinalisten auserkoren. Als Topfavoriten gehen die zwei russischen Vertreter an den Start: Meister Salawat Ufa und Metallurg Magnitogorsk, der Sieger des letzten European Champions Cups und Teilnehmer am Victoria Cup in Bern (3:4 gegen New York Rangers).

Die beiden Schweizer Vertreter gehören zu den Aussenseitern. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind für die ZSC Lions und den SC Bern insofern nicht "aussichtslos", weil die russischen Vereine den beiden anderen Gruppen zugelost wurden. Der dritte Verein in der "Berner" Gruppe B ist der finnische Playoff-Finalist Espoo Blues. Die ZSC Lions treffen in der Gruppe D auf den tschechischen Meister Slavia Prag und Linköping, den Zweiten der letzten Saison in Schwedens Elitserien. Sollten gar beide Teams die Vorrunde überstehen, käme es in den Halbfinals zu einem Schweizer Duell.

HV71 Jönköping ''ähnlich stark wie die Rangers''

Der SCB erlebt derzeit aufregende Wochen. Neben dem normalen Meisterschaftsbetrieb setzte sich das Team von Trainer John van Boxmeer zuerst am Qualifikationsturnier zur Champions League in Nürnberg durch. Dann folgte letzte Woche gegen die New York Rangers der (misslungene) erste Vergleich eines Schweizer Teams gegen einen NHL-Klub (1:8), und nun geht es mit dem ersten "richtigen" Auftritt in der neuen "Königsklasse" des Klub-Eishockeys weiter.

Dass auf internationaler Ebene ein anderer Wind weht, mussten die Berner gegen die Rangers am eigenen Leib erfahren. HV71 Jönköping dürfte nicht ganz so stark sein. Trotzdem erwartet den SCB, der gestern mit einer Chartermaschine nach Schweden reiste, ein harter Brocken. "Ich erwarte sie (HV71, Red.) etwas weniger intensiv, aber ähnlich stark wie die Rangers," so Stürmer Thomas Ziegler. "Denn in der schwedischen Liga sind viele Spieler, die in der NHL waren oder es noch dahin schaffen können."

Premiere von Plüss im SCB-Dress

Die Berner Hoffnungen liegen vor allem auf der ersten Sturmlinie mit Christian Dubé, Simon Gamache und Patrik Bärtschi. Das Trio präsentierte sich zuletzt in glänzender Verfassung. Bei der Hauptprobe am Samstag gegen die SCL Tigers (5:3) erzielte die Paradeformation vier der fünf Treffer. Primär wird aber eine solide Defensivarbeit ausschlaggebend sein.

"Es ist wichtig, dass wir einerseits Strafen und andererseits einen Fehlstart in die Partie vermeiden. Sonst ist nach zwei Minuten schon alles vorbei", sagt Thomas Ziegler. Der SCB wird heute weiter auf die verletzten Ivo Rüthemann und David Jobin verzichten müssen. Dafür kann er erstmals auf Martin Plüss zählen, der seine Beckenverletzung auskuriert hat.

Schweden mit Verletzungspech

Jönköping startete schlecht in die Saison und ist mit zehn Punkten nach acht Runden nur im 8. Rang klassiert. Das Team von Trainer Kent Johansson beklagt derzeit allerdings erhebliches Verletzungspech. Die Stürmer Yared Hagos und der Däne Kim Staal fehlen wegen Schulterverletzungen, Verteidiger Johan Halvardsson fällt mit einer Knieverletzung aus. Vor der Rückkehr ins Team stehen die drei Stürmer Jan Hrdina (Tsch), Jukka Voutilainen (Fi) und David Fredrikkson. Ob Johansson bereits heute auf das Trio zählen kann, ist allerdings noch offen. (Si)

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