Bienenschwarm bevölkert Team der Runde
Bienenschwarm bevölkert Team der Runde
Bellinzonas Mangiarratti bereinigt eine Situation gegen Lulic (EQ Images)

Alexandre Alphonse und Eric Hassli schossen den FCZ am Wochenende zwar zu einem klaren Heimsieg, Hannu Tihinen sorgte dafür, dass die Null stand. Aber gleich vier YB-Spieler schafften es durch den überraschenden Sieg in Basel ins Team der Runde, welches sie damit dominieren. Die weiteren Plätze nehmen Akteure von Sion, Bellinzona und Vaduz ein.

Tor: Essam El Hadary (FC Sion)

War massgeblich daran beteiligt, dass Sion gegen Aarau doch noch einen Punkt holte. Als die Aarauer in der zweiten Halbzeit auf das 2:0 drückten, parierte der Ägypter unter anderem gegen Ianu und Nushi und hielt sein Team im Spiel. Beim einzigen Gegentreffer, einem präzisen Freistoss von Bastida, war Sions Keeper machtlos.

Verteidigung: Alessandro Mangiarratti (AC Bellinzona)

Zeigte beim 1:1 gegen GC eine solide Leistung. Der soeben 30 Jahre alt gewordene Routinier stand bisher immer in der Startformation der Tessiner. Während seine Partner La Rocca auch mal in die Offensive geht, konzentriert sich Mangiarratti, der bereits für den FC Wil in der höchsten Spielklasse verteidigte, voll auf die Defensive und ist, wie das Spiel am Wochenende bei GC bewies, meist ein verlässlicher Wert und ein unermüdlicher Kämpfer.

Verteidigung: Saif Ghezal (Young Boys Bern)

Bei YBs erstem Erfolg in Basel seit fast 15 Jahren dirigierte Ghezal die Dreier-Abwehr. Der Tunesier legte zudem in der 32. Minute per Kopf für 1:0-Schütze Bastians auf. Das einzige Tor, welches die von Ghezal geführte YB-Abwehr im St. Jakob-Park einsteckte, hätte eigentlich nicht anerkannt werden dürfen, da Gelabert Portillo kurz zuvor in den Rücken stiess. Ghezal bringt im Gegensatz zur letzten Saison nun konstant gute Leistungen  und ist nicht zuletzt dank seiner Grösse von 1.88 Meter ein sehr wichtiges Puzzleteil in YB-Trainer Petkovics Defensivkonzept.

Verteidigung: Hannu Tihinen (FC Zürich)

Tihinen war beim klaren 3:0-Sieg der gewohnt sichere Turm in der Abwehr. Der Finne ist für den FCZ ein Glücksfall, da er konstant und pflegeleicht ist und die nötige Routine in die junge Zürcher Mannschaft von Trainer Challandes bringt. Auf Tihinen kann sich der FCZ, welcher Basel hartnäckig auf den Fersen bleibt, stets verlassen. Nicht nur in für die Defensivreihen so ruhigen Spielen wie gegen Xamax.

Verteidigung: François Affolter (Young Boys Bern)

Vladimir Petkovic hat den erst 17-jährigen Verteidiger im Berner Nachwuchs ''aufgespürt" und gab ihm im grossen St. Jakob-Park zum zweiten Mal in Folge das Vertrauen. Das Leichtgewicht - Affolter bringt nur 63 Kilo auf die Waage - löste das Vertrauen ein und zeigte gegen den FCB einen tadellosen Match mit gutem Stellungsspiel. Ein Versprechen für die Zukunft ist Affolter - mindestens. Denn: Der momentan verletzte Marc Schneider und Christian Schwegler müssen sich wohl schon langsam Gedanken machen, wie sie gegen das erfrischende Jungtalent noch zu ordentlicher Einsatzzeit kommen sollen.

Mittelfeld: Alexandre Alphonse (FC Zürich)

"Fönsi" war der auffälligste Kicker des Spieltages. Bei Hasslis frühem Treffer fungierte er als entscheidende Passstation, schaltete beim Doppelpass blitzschnell und hochgradig präzis. In der 21. Minute schirmte Alphonse dann denn Ball gekonnt ab, leitete den Konter ein und schloss ihn nach einem Sprint und einem Dribbling gleich selbst zum beruhigenden 2:0 ab. In den Schlussminuten liess sich der schnelle und technisch starke Franzose gar noch das 3:0 gutschreiben. Mit Hassli versteht sich Alphonse blendend und bildet derzeit ein "Duo Infernale", das den Zürcher Aufstieg entscheidend befeuert.

Mittelfeld: Alvaro Dominguez (FC Sion)

Eine etwas kurze Faustabwehr von Aaraus ansonsten sehr gutem Keeper Benito nutzte der Regiesseur des FC Sion eiskalt aus. Per Direktabnahme drehte er den Ball via Pfosten ins Tor. Schon zuvor war der Kolumbianer der Taktgeber im lange etwas harzigen Spiel des FC Sion und massgeblich für die Schlussoffensive verantwortlich, die verdientermassen mit dem Ausgleich belohnt wurde.

Mittelfeld: Michele Polverino (FC Vaduz)

Polverino war gegen den FC Luzern der vorbildlichste Kämpfer in einer disziplinierten Vaduzer Mannschaft. Die Liechtensteiner sicherten sich im Direktduell mit dem FC Luzern drei sehr wichtige Punkte im Abstiegskampf und kletterten über den Strich. Der defensive Mittelfeldspieler dürfte sich mit seinem guten Auftritt noch näher an die Stammelf gearbeitet haben. Für Vaduz-Trainer Herrman, der mehr auf defensive Sicherheit als offensive Glanzlichter setzt, ist Polverino eine wichtige Ergänzung zu den restlichen, eher etwas offensiveren Stammkräften im Mittelfeld.

Mittelfeld: Felix Bastians (Young Boys Bern)

Der deutsche Allrounder lief im Mittelfeld als Ersatz für Raimondi (Blinddarm-OP) auf und erzielte das wegweisende Berner 1:0. Nun, wirklich schwierig war das nicht, Ghezal legte den Ball gut auf, das Tor war offen. Bastians zeigte aber auch sonst eine starke Leistung und war auf der in Petkovics 3-4-3 so schwierigen Mittelfeld-Aussenbahn ein sicherer Wert. Der 20-jährige wechselte Anfangs Saison aus Nottingham zu den Bernern und entpuppte sich sofort als wertvoller Lückenbüsser.

Sturm: Alberto Regazzoni (Young Boys Bern)

Regazzoni wirbelte gegen Basel ordentlich und schaffte es somit in das Team der Runde, auch wenn ihm ein persönlicher Treffer verwehrt blieb. Zum 2:0 von Thomas Häberli schlug der aus dem Tessin stammende Spieler eine präzise Flanke. Unter dem neuen Trainer Petkovic erhält Regazzoni viel Einsatzzeit. Was für ein Kontrast zur letzten völlig verkorksten Saison des kleinen Flügelflitzers. Vielleicht kann er sich mit seinen guten Leistungen auch bald wieder für die Nationalmannschaft aufdrängen.

Sturm: Eric Hassli (FC Zürich)

Eric Hassli gefiel gegen Xamax mit einer sehr guten ersten Halbzeit. Schon nach 19 Sekunden traf der Sturm-Tank zum 1:0. Zum 2:0 von Alphonse schlug er den letzten Pass. War der glatzköpfige Angreifer letzte Saison noch eine Enttäuschung, läuft es ihm mit bisher fünf Treffern und vier Assits in der aktuellen Saison glänzend. Mit Alphonse zusammen ist Hassli der Hauptgrund dafür, dass die FCZ-Tormaschinerie in den letzten Wochen derart gut läuft.

Ihr sportal.ch-Team

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