
Real Madrid hat sich mit einem 2:1-Erfolg bei Zenit St. Petersburg in der Gruppe H der Champions League eine glänzende Ausgangsposition erkämpft. Nach dem Auftaktsieg gegen BATE Borisov haben die Königlichen nun bereits sechs Punkte auf dem Konto.
Allerdings kam der erste Auswärtssieg der Madrilenen in der Königsklasse seit sechs Spielen am Ende äusserst glücklich zustande. Dabei erwischten die spanischen Gäste vor 21.000 Zuschauern beim amtierenden UEFA-Pokalsieger einen Auftakt nach Mass. Bereits in der vierten Minute ging Real in Führung. Rafael van der Vaart schlug von der rechten Seite einen Ball hart und flach in den Strafraum und stellte Zenits Verteidiger Tomas Hubocan vor unlösbare Probleme. Der Slowake fälschte das Leder ins eigene Tor ab.
Der frühe Rückstand schien die Hausherren geschockt zu haben. Es dauerte eine Viertelstunde, bis St. Petersburg wieder halbwegs ins Spiel fand. Einer der ersten vielversprechenden Angriffe führte auch gleich zum Ausgleich. Sirl hatte Arshavin auf der linken Seite eingesetzt und der Nationalspieler fand mit seiner Flanke Danny, der die Kugel direkt mit dem Fuss in die Maschen bugsierte.
Zenit vergibt zu viele Chancen
Die Antwort der Madrilenen liess in der abwechslungsreichen ersten Hälfte jedoch nicht lange auf sich warten. Wieder war es van der Vaart, der den Treffer einleitete. Sein Steilpass in die Spitze wurde von Zenits Puygrenier abgefälscht und landete direkt bei Torjäger Ruud van Nistelrooy. Der Niederländer verwandelte eiskalt zum 1:2.
Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Nach dem Wechsel übernahm St. Petersburg mehr und mehr das Kommando und belagerte phasenweise den Kasten von Iker Casillas, Dabei offenbarte die Verteidigung der Mannschaft von Trainer Bernd Schuster, der abermals auf Christoph Metzelder verzichtet hatte, wieder einmal viele Lücken.
Doch Zenit konnte auch die besten Chancen nicht nutzen. Pech hatte Arshavin als er in der 79. Minute nur den Pfosten traf. In der Nachspielzeit vergab Danny eine weitere Grosschance der Russen. Das Team von Trainer Dick Advocat muss damit weiter auf den ersten Champions-League-Sieg warten. Bei Juventus Turin hatte es zum Auftakt eine 0:1-Niederlage gegeben.
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