Basel will ein Zeichen setzen
Basel will ein Zeichen setzen
Am Samstag soll Zanni keinen Grund zum Unmut haben. Basel will mit einem Sieg gegen GC ein Zeichen setzen. (EQ)

Nach der erfolglosen Europacup-Woche messen sich die Schweizer Vereine wieder untereinander. Das Spitzenspiel der 11. ASL-Runde findet im Letzigrund statt, wo die Grasshoppers den Leader FC Basel empfangen.

Unmittelbar nach der Niederlage in der Champions League gegen Sporting Lissabon richtete Basels Coach Christian Gross seinen Fokus wieder auf die Meisterschaft. Grund zur Panik gibt es beim Meister und Cupsieger nicht, doch nach der Niederlage gegen die Young Boys ist eine Reaktion gefragt. Der Vorsprung auf den FC Zürich beträgt nur noch zwei Punkte. Die Zürcher, die erst am Montag in Luzern antreten, könnten mit Schützenhilfe des Stadtrivalen erstmals in dieser Saison auf Platz 1 vorrücken.

Für den FCB gilt es, ein Zeichen zu setzen. Nach zwei Niederlagen in Folge vermitteln die Basler nicht mehr den gleichen Eindruck von Überlegenheit wie noch in den ersten Runden. Die aufkommende Hoffung der Konkurrenz auf ein offenes Meisterschaftsrennen soll gleich im Keim erstickt werden. Die Grasshoppers kommen dabei als Gegner nicht ungelegen. Das Spiel gegen den Erzrivalen ist auch vier Tage nach der Champions League eine Aufgabe, die alle Basler Spieler ernst nehmen werden. Zudem sprechen die jüngsten Direktbegegnungen deutlich für den FCB, der 20 der letzten 23 Duelle gegen die Hoppers gewonnen hat.

Bis auf François Marque und Carlitos, der sich in Lissabon leicht verletzt hat, stehen alle Basler Spieler zur Verfügung. Für Marque wird in der Innenverteidigung wie bereits gegen Sporting der U21-Internationale Beg Ferati neben dem Argentinier David Abraham auflaufen. Für die Offensive kann Gross wieder auf die Internationalen Eren Derdiyok und Valentin Stocker zählen. Stocker, dem eine Pause verordnet worden war, war beim letzten Basler Gastspiel im Letzigrund (4:1 gegen Zürich) Schütze des 1:0.

GC heimstark, YB nicht

Als einzige Super-League-Mannschaft sind die Grasshoppers daheim noch ungeschlagen. Die letzte Niederlage im Letzigrund bezog das Team von Hanspeter Latour im März. Trotz dieser positiven Bilanz gibt sich der Trainer keinen Illusionen hin: "Wir sind klarer Aussenseiter. Ein Sieg gegen Basel wäre ein Exploit." Latour kann wieder auf seinen Topskorer zählen. Raul Bobadilla hat gegen Bellinzona seine Sperre abgesessen.

Die Young Boys enttäuschten zwar am Donnerstag im UEFA-Cup in Brüssel, doch in der Meisterschaft zeigten sie zuletzt dank zwei Auswärtserfolgen deutliche Aufwärtstendenz. Coach Vladimir Petkovic und seine Spieler müssen nun noch die Heimschwäche überwinden. Die Berner holten in fünf Spielen im Stade de Suisse nur fünf Punkte. Da kommt der FC Sion gerade recht. Die Walliser, die heute Samstag in Freiburg auf Kunstrasen trainieren, reisten letztmals 1996 nach einem Meisterschaftsspiel mit etwas Zählbarem aus Bern ab. (Si)

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