
Der Städtevergleich zwischen Barcelona und Madrid am sechsten Spieltag der Primera Division ging eindeutig zugunsten der Katalanen aus. Nach dem 6:1 von Barca über Atletico kam Real daheim gegen Espanyol nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus.
Real Madrid kam eigentlich ganz gut in die Partie und hatte durch Gonzalo Higuain (2.) und Raul (7.) früh zwei Gelegenheiten. Diese Aktionen sollten jedoch keine Signalwirkung für den weiteren Spielverlauf haben. Im Gegenteil, Espanyol erwies sich als unangenehmer Gegner, der defensiv sehr diszipliniert stand und die Räume geschickt eng machte und bei Ballgewinn blitzschnell umschaltete.
Immer wieder fuhren die Katalanen gefährliche Konter, die zumeist von Ivan de la Pena eingeleitet wurden. In der 20. Minute landete ein langer Ball bei Raul Tamudo und Gabriel Heinze konnte den Angreifer im 16er nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Strafstoss verwandelte Tamudo selbst zum 0:1.
Espanyol mit schönen Kombinationen
Real Madrid kam jedoch schnell zurück in die Partie. Nach Flanke von Sergio Ramos war Raul in der 25. Minute mit dem Kopf zur Stelle und markierte den 1:1-Ausgleich. Am Spielverlauf änderte sich jedoch nichts. Die Königlichen fanden kein Mittel gegen die kompakte Defensive und kamen auch über Einzelaktionen nicht zum Zuge.
Ganz anders Espanyol. Immer wieder lief der Ball bei den Gegenstössen schnell durch die eigenen Reihen. In der Real-Abwehr taten sich bedenklich Lücken auf. Das lag nicht nur an der Viererkette Heinze, Cannavaro, Pepe und Ramos, sondern auch an der schlechten Organisation im defensiven Mittelfeld.
Viel zu einfach konnte Espanyol in Richtung Strafraum vorstossen und immer wieder wurde das brandgefährlich. Einen wunderschönen Angriff schlossen die Gäste in der 31. Minute zum 1:2 ab. De la Pena spielte zentral auf Tamudo, der direkt nach rechts zu Roman weiterleitete. Der schlug die Kugel flach und scharf in die Mitte, wo Luis Garcia aus kurzer Distanz zum 1:2 vollstreckte.
Ausgleich in der Nachspielzeit
Die abermalige Führung verlieh den Gästen weiter Selbstvertrauen. Beinahe wäre in der 39. Minute der nächste Treffer gelungen, doch Luis Garcia hatte Pech, dass sein Freistoss nur am Pfosten landete. Sekunden später vergab auch noch Moises Hurtado freistehend aus kurzer Distanz mit einem Kopfball das 3:1.
Diese Abschlussschwäche schmerzte doppelt, da Real das in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit dem Ausgleich bestrafte. Ein langer Ball landete im Strafraum auf dem Kopf von Raul, der auf Rafael van der Vaart ablegte. Der Niederländer spitzelte die Kugel erneut zu Raul, der schliesslich zum 2:2 abschloss.
In der Pause brachte Real-Trainer Bernd Schuster für den engagierten, aber glücklosen Van der Vaart dessen Landsmann Arjen Robben. Doch auch in der zweiten Halbzeit änderte sich kaum etwas, auch wenn Ruud van Nistelrooy nach einer Robben-Flanke mit einem schönen Fallrückzieher sein Glück versuchte (47.).
Comeback von Sneijder
Die Angriffsmaschinerie der Königlichen wollte nicht ins Rollen kommen, und gleichzeitig bestand immer die Gefahr, dass sie sich einen Konter einfangen. So zum Beispiel, als Tamudo (56.) und Nene (57.) gefährlich vor dem Tor von Casillas auftauchten. In der Folge gewann Real zwar etwas Oberwasser, zwingende Aktionen blieben jedoch selten.
Daran änderte auch das Comeback von Wesley Sneijder nichts, der nach überstandener Knieverletzung in der 65. Minute eingewechselt wurde. Die beste Chance zum Sieg vergab in der 66. Minute van Nistelrooy, der per Direktabnahme an Keeper Carlos Kameni scheiterte.
Valencia Tabellenführer
Der FC Valencia verteidigte derweil die Tabellenführung. Das Team des erneut nicht berücksichtigten Timo Hildebrand feierte dank des Treffers von Muniz Ferndandes in der 54. Minute zum 1:0 bei Real Valladolid seinen fünften Saisonsieg. Mit 16 Zählern liegen die Valencianer in der Tabelle vor dem weiterhin punktgleichen Verfolger FC Villarreal, der Betis Sevilla mit 2:1 besiegt hatte.
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