
Am Tag nach dem 0:5-Debakel Sions in Bern wählte Christian Constantin moderate Töne. Der Walliser Präsident verzichtete vorerst auf die erwartete Freistellung von Trainer Ulli Stielike. Stattdessen verordnete er sich selber eine zweitägige Bedenk- und Schonfrist.
Erst nach der "internen" Klausur will "CC" über allfällige Massnahmen orientieren. Stielike soll ihm bis dann einen Plan präsentieren, wie er die multinationale Auswahl aus der Krise zu führen gedenke, erklärte Constantin. Den miserablen Auftritt im Stade de Suisse hatte "CC" nur bis zur Halbzeit verfolgt, ehe er den Ort des sportlichen Grauens vorzeitig verliess.
Sion hat in elf Partien nur zwölf Punkte gewonnen und ist acht Zähler hinter Aarau auf dem enttäuschenden sechsten Platz klassiert. Fragen wirf auch das Verhalten der Walliser auf. Diverse rote Karten trüben die Bilanz. Constantin vermisst die richtige Einstellung generell: "Beim Derby Milan - Inter sah ich Weltmeister, die sich kopfvoran in die Schüsse werfen. Bei uns wird nicht gekämpft." (Si)
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