Premier League leidet unter Finanzkrise
Premier League leidet unter Finanzkrise
Valon Behrami (getty)

Der Schweizer Nationalspieler Valon Behrami hat neben seiner Verletzung ein weiteres Problem. Sein englischer Verein West Ham United ist direkt von der weltweiten Finanzkrise betroffen.

Klub-Besitzer Bjorgolfur Gudmundsson ist Präsident und Hauptaktionär bei der isländischen Bank Landsbanki, die vom Staat übernommen werden musste. Gudmundsson muss deshalb sein Engagement bei West Ham drastisch eingrenzen. Im Winter kann Trainer Zola nur Transfers tätigen, wenn zuerst Spieler verkauft werden.

Es ist nicht der erste Finanzschock für West Ham: Vor einem Monat ging Hauptsponsor XL-Holidays Konkurs. Die Londoner müssen deshalb nun mit Trikots spielen, auf denen das Logo auf der Brust notdürftig überklebt wurde.

Liga-Konkurrent Manchester United spielt weiterhin mit dem Logo des Versicherers AIG auf den Trikots: obwohl dort auch USA stehen könnte. Die amerikanische Regierung rettete AIG mit 96 Milliarden Franken vor dem Kollaps. Von der Krise betroffen sind auch Premier-League- Namensgeber Barclays und Nationalteam-Sponsor Nationwide. Die beiden Banken wurden gestern von Grossbritanniens Regierung teilverstaatlicht.

6 Milliarden Schulden

Sorgenfalten sind aber bei allen Klubs angebracht: Rund 6 Milliarden Franken Schulden haben die Klubs angehäuft. In der Premier League scheinen nun Verhältnisse wie in Italien oder Spanien zu herrschen.

Von Matthias Dubach

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