
Der FC St. Gallen, der Liga-Krösus in der Challenge League, hat zu Hause vor 14 685 Zuschauern im sechsten Heimspiel die ersten Punkteverluste hinnehmen müssen. Kantonsrivale Wil trotzte dem Aufstiegsfavoriten mit einer kompakten Defensivleistung ein 0:0 ab.
Während sich Wil mit dem Punktgewinn, den die Fürstenländer wie einen Sieg feierten, auf Platz 5 vorarbeiteten, weist St. Gallen als Tabellenzweiter nun auf Leader Lugano drei Punkte Rückstand auf.
St. Gallen die offensiv aktivere Mannschaft
Sicherheit hatte im umkämpften St. Galler Nachbar-Derby erste Priorität. Tore verhindern war die Devise der beiden abwehrstärksten Mannschaften der Liga. So fanden sich nur vereinzelt Lücken in den engmaschigen Defensivkonzepten. St. Gallen verzeichnete wohl technische Vorteile und insgesamt ein Chancenplus, doch Tore fielen keine. Es blieb bei einem Lattenschuss von Thomas Weller nach einer halben Stunde, vergebenen Kopfball-Möglichkeiten von Philipp Muntwiler und Juan Pablo Garat und einem von Davide Taini abgewehrten Scharfschuss von Moustapha Dabo, dem antrittsschnellsten und gefährlichsten Stürmer auf dem Platz.
St. Gallen biss sich in der kompakten Wiler Abwehr, die in 12 Spielen erst neun Gegentreffer einstecken musste, wiederholt fest. Es fehlten eine Prise mehr Offensivkraft, Laufbereitschaft, zündende Ideen und beherzte Schüsse aus der zweiten Linie. Und Sekunden vor dem Abpfiff geriet sogar St. Gallens Ungeschlagenheit in Gefahr. Nach einem Konter verfehlte Anto Franjic mit einem Schuss aus 18 m das St. Galler Tor knapp. Es wäre der erste Verlusttreffer für das Heimteam in der neuen Arena gewesen.
St. Gallen - Wil 0:0
AFG Arena. -- 14 685 Zuschauer (Saisonrekord). -- SR Studer. -- Bemerkungen: 30. Lattenschuss von Kollar (St. Gallen). (Si)
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