
Xamax verabschiedete sich im Cup als zweiter Super-League-Vertreter. Die Neuenburger erlitten auswärts gegen Concordia ein 0:4-Debakel. Basel deklassierte Thun 4:0. Erstmals seit vier Jahren hat auch St. Gallen die Runde der letzten acht erreicht.
Ausgerechnet Rainer Bieli, der Stürmer mit erfolgreicher Vergangenheit bei Xamax, führte die Romands im Alleingang vor. Nach torloser erster Hälfte traf er innerhalb von sieben Minuten dreimal. Zweimal flankte Morello präzise zur Mitte, wo Bieli den die beiden Angriffe souverän abschloss. Beim 3:0 in der 54. Minute übernahm der 29-jährige Bieli den Ball an der Mittellinie und schüttelte die Neuenburger ab wie lästige Fliegen.
Allein mit der langen Absenzenliste ist der miserable Auftritt gegen den Elften der Challenge League nicht zu erklären. Nestor Clausen wird nach diesem Fehltritt im Rankhof (vor nur 457 Zuschauern) schwer unter Druck geraten. In der Meisterschaft befindet sich die Equipe seit Wochen im Sinkflug. Gegen Concordia resignierte Xamax nach dem zweiten Gegentor frühzeitig. Eine Wende war undenkbar, stattdessen liessen sich die Westschweizer wie unbedarfte Junioren blossstellen.
Dreimal Derdiyok
Eren Derdiyok riss die Anhänger des FC Thun, die von einem ähnlichen Cup-Coup gegen den FCB wie jenem vor vier Jahren träumten, aus ihrer Fantasiewelt. Der 20-Jährige mit dem Bundesliga-Transfer im Kopf schoss die ersten drei Tore. Zweimal überwand das grosse Talent Thuns Keeper Bettoni mit einem Kopfball. Beim 2:0 profitierte Derdiyok, der den kranken Streller ersetzte, von einem Abpraller. Ein Basler Effort war nicht nötig. Der Gegner war zu limitiert und weiter von einer Resultatbeschönigung entfernt als der Favorit von einem noch deutlicheren Erfolg -- dem mittlerweile 15. in Serie notabene.
Volleytor des Tages
Eine mässige Leistung genügte St. Gallen auf dem teilweise schneebedeckten Terrain zur problemlosen Viertelfinal-Qualifikation. Mit einem raren Quantum von Qualität verwöhnte Hämmerli die 7007 Zuschauer wenige Minuten vor der Pause. Eine Flanke Kollars drosch der letzte Saison von Thun entlassene U21-Internationale volley zum kursweisenden 1:0 ins Netz. Obschon Locarno in der zweiten Hälfte mehr riskierte, blieb St. Gallen ungefährdet. Die Tessiner bremsten sich mit ihrer mangelnden Präzision im Angriff selber. Die letzten Zweifel (oder Hoffnungen) beseitigte Muntwiler mit dem Weitschuss zum 2:0.
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