
In die Transferplanungen des FC Bayern ist Bewegung gekommen. Manager Uli Hoeness bestätigte erste Gespräche mit Jürgen Klinsmanns Wunschspieler Anatoliy Tymoshchuk, zudem kann sich Lukas Podolski neue Hoffnungen auf einen Transfer zum 1. FC Köln machen.
Damit könnte sich das Theater um den wechselwilligen Podolski schon bald erledigt haben. Der Stürmer hatte in der vergangenen Woche erklärt, für sich die Entscheidung zu einem Weggang von den Bayern getroffen zu haben. Daraufhin blockten die Verantwortlichen in München zwar noch ab, mittlerweile hört sich das schon anders an:
"Wenn wir Ersatz für ihn finden, kann ich mir vorstellen, dass wir ihm seinen Wunsch erfüllen, nach Köln zu gehen", sagte Manager Uli Hoeness auf einem Fantreffen, "wir haben ja jetzt sechs Monate Zeit." Damit ist aber auch klar, dass der von Podolski gewünschte Transfer im Winter nicht zustande kommen wird. Klinsmann besteht weiter auf vier Stürmer in seinem Kader.
Damit haben auch die Kölner erstmals öffentlich ein Signal bekommen, jetzt geht es für den Aufsteiger um die Finanzierung. Nach Informationen der Bild-Zeitung meinen die Kölner aber einen Joker in der Hinterhand zu haben, sie wollen den Bayern ein Vorkaufsrecht auf ihren überragenden Innenverteidiger Pedro Geromel einräumen, um somit die Summe für Podolski zu drücken.
Wann kommt Tymoshchuk?
Wesentlich konkreter ist da das Werben der Bayern um Tymoshchuk. Der Ukrainer in Diensten von Zenit St. Petersburg soll laut Bild am Sonntag bereits in München gewesen sein und der ertappte Hoeness bestätigte erste Verhandlungen. "Wir haben ein Informationsgespräch geführt über einen eventuellen Transfer zum 1. Juli 2009", erklärte der Manager zum Ausgang der Zusammenkunft des deutschen Meisters mit dem 29-Jährigen.
Der geplante Zeitpunkt des Transfers kommt allerdings etwas überraschend, da in Russland die Saison bereits beendet ist und Tymoshchuk Zenit für 14 Millionen Euro im Winter verlassen dürfte. Der Ukrainer wird in München seit längerem als hochkarätige Verstärkung im defensiven Mittelfeld gehandelt.
Tymoshchuk wäre bei einer Verpflichtung schon im Winter für Bayern in der Rückrunde nur in der Bundesliga und dem DFB-Pokal spielberechtigt, da er in der Champions League in dieser Saison bereits für St. Petersburg zum Einsatz kam. Und das ist das Problem der Bayern. "Es geht nicht darum, den Spieler im Winter zu holen", bemerkte auch Vorstandschef Rummenigge in der Bild-Zeitung. Nach Angaben der russischen Zeitung Sport Express hat Tymoshchuk bei dem Treffen in München um "etwas Bedenkzeit" gebeten.
Der Ukrainer war im Februar 2007 für 20 Millionen Dollar von Schachtjor Donezk nach St. Petersburg gewechselt. Die Bayern-Führung beeindruckte er auch in den beiden Duellen der Münchner mit Zenit im UEFA-Pokal-Halbfinale der vergangenen Saison. Nach dem Meistertitel 2007 in Russland holte Tymoshchuk mit Zenit nach dem UEFA-Pokal auch den UEFA-Supercup 2008. Der Ukrainer könnte beim deutschen Meister Nachfolger von Kapitän Mark van Bommel (31) oder des Brasilianers Zé Roberto (34) werden. Die Verträge der beiden Routiniers laufen am Saisonende aus.
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