
Real Madrid und Trainer Bernd Schuster - fast könnte man bei dieser Verbindung von einer Hassliebe sprechen. Nach der 1:3-Niederlage beim FC Getafe hat der Club seinem Coach den Rücken gestärkt, eine Entlassung aber nicht explizit ausgeschlossen.
"Der Coach geniesst mein Vertrauen", sagte der Präsident des spanischen Fussballmeisters, Ramón Calderón. "Wir sind bereit, an Schuster bis zuletzt festzuhalten." Er machte aber zugleich eine Einschränkung: Dies gelte nicht, wenn sich eine "Katastrophe" ereigne, die Lage sich in unhaltbarer Weise zuspitze oder wenn die Fans massiv gegen den Trainer seien.
Calderon: "Geduld haben"
In der Primera División vergrösserte sich durch die Niederlage in Getafe der Rückstand zum Tabellenführer FC Barcelona auf sechs Punkte. "Schuster ist mit dieser Mannschaft Meister geworden", sagte Calderón. "Wir müssen Geduld haben und abwarten."
Der Clubchef kündigte für die Winterpause die Verpflichtung von zwei neuen Spielern an, nannte aber keine Namen. Der Niederländer Wesley Sneijder, der sich in Getafe am rechten Oberschenkel verletzte, wird den Königlichen für etwa zwei Wochen fehlen. Damit ist der Einsatz des Mittelfeldspielers im Schlagerspiel beim FC Barcelona fraglich.
Espanyol entlässt Trainer
Espanyol Barcelona hat dagegen weniger Geduld bewiesen und seinen Trainer Bartolome Marquez bereits entlassen. Das gab Vereinspräsident Daniel Sanchez Llibre wenige Stunden nach der 0:1-Heimniederlage gegen Sporting Gijon bekannt.
Espanyol liegt in der Primera División auf Tabellenplatz 17 und hat aus 13 Spielen nur 12 Punkte geholt. Sanchez Llibre kündigte an, dass man "innerhalb weniger Tage" einen neuen Coach für den UEFA-Cup- Finalisten von 2007 finden wolle. Der 46 Jahre alte Marquez hatte seinen Posten in Barcelona erst zu Beginn dieser Saison angetreten.
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