
Tom Lüthi verzichtet nach der am Dienstag erfolgten Daumen-Operation auf die nächsten WM-Rennen in Motegi (Jap/28. September) und Philipp Island (Au/5. Oktober). Der 22-jährige Emmentaler kehrt erst in Malaysia (19. Oktober) in den GP-Zirkus zurück.
Gemäss Teamchef Daniel Epp wurde der Entscheid in Absprache mit den Ärzten gefällt, die das Infektionsrisiko an der operierten Hand als zu hoch einstuften. "Es geht um Toms Gesundheit, die der Schlüssel zu seiner Karriere ist. Obwohl der Eingriff gut verlaufen ist, wollen wir einfach kein Risiko eingehen", so Epp.
Lüthi war am letzten Samstag im freien Training in Indianapolis (USA) schwer gestürzt. Neben mehreren Prellungen und einer Gehirnerschütterung zog er sich eine grosse Fleischwunde am linken Daumen zu. Während einer vierstündigen Operation am letzten Dienstag in Münsingen wurde Haut von Lüthis Unterarm transplantiert, die Wunde verschlossen und die Daumenkapsel fixiert.
An seinen Unfall in den USA kann sich der Aprilia-Fahrer nur noch bruchstückhaft erinnern: "Ich kann nur anhand der Fernsehbilder sehen, was passiert ist", gibt Lüthi zu, "natürlich bin ich mit der Renn-Absage nicht zufrieden, aber ich muss mir eingestehen, dass die Gesundheit in diesem Fall vorgeht." Bei noch vier ausstehenden WM-Rennen belegt Lüthi derzeit mit 95 Punkten Rang 9 in der WM-Wertung der 250-ccm-Klasse.
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