Welcome home!
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Die Helden von Peking präsentierten ihre Medaillen. (eq images)

Das Gros der Schweizer Olympia-Delegation ist aus Peking zurückgekehrt. Einen Tag nach dem Abschluss der Olympischen Spiele bereiteten viele Freunde und Fans den Olympioniken in Kloten einen herzlichen Empfang.

Mit knapp drei Stunden Verspätung landete gestern Abend um 18.39 Uhr der in Schanghai gestartete Airbus der Swiss mit der Flugnummer LX189 via Peking am Flughafen in Kloten. Wegen eines technischen Problems hatte sich der Abflug in der chinesischen Hauptstadt verzögert. Der guten Stimmung unter den Athleten tat dies aber keinen Abbruch.

Angeführt von Judoka Sergei Aschwanden, der seine Bronzemedaille stolz um den Hals trug, und der Kunstturnerin Ariella Käslin betraten die 48 Athleten und 56 Funktionäre kurz nach 19 Uhr die Wartehalle des Terminals 2, wo ein gutes Dutzend Journalisten und mehrere hundert Freunde und Fans, ausgestattet mit Kuhglocken, Ballonen und Schweizer Fahnen, auf ihre Liebsten warteten.

Aschwandens Ankündigung

Held der Massen war Sergei Aschwanden, für den nach den verpatzten Auftritten in Sydney und Athen in Peking der Traum von olympischem Edelmetall doch noch wahr wurde. "Sensationell. Noch nie haben bei einer Ankunft so viele Leute auf mich gewartet", freute sich Aschwanden, der als erstes seine Mutter, eine gebürtige Kenianerin, umarmte. Nun freue er sich, mit ihr, der Familie und seinen Freunden die Medaille zu feiern.

Bereits in den letzten zehn Tagen genoss der Westschweizer seinen grössten sportlichen Erfolg im olympischen Dorf ausgiebig. Der 32-Jährige besuchte Wettkämpfe der Kunstturner, Leichtathleten und im Tischtennis und feuerte die Schweizer Kollegen bei deren Einsätzen an. Nebenbei machte er ausgiebig Sightseeing und stattete sogar dem chinesischen Fernsehen einen Besuch ab.

Bis am Freitag, wenn die Stadt Lausanne seinen Medaillengewinner ehren wird, werden die Feierlichkeiten für Aschwanden weitergehen. Danach will er sich wieder um sein Sportstudium in Magglingen kümmern. Was das Judo betrifft, legt er nun erst einmal eine dreimonatige Pause ein, danach werde er sich entscheiden, wie es weitergehe. In London 2012 wird er aber wohl kaum dabeisein. "Ich habe diese Spiele auch so genossen, weil es wohl meine letzten sein werden", sagte Aschwanden.

Röthlin und andere Medaillengewinner nicht an Bord

Aschwanden war der einzige Schweizer Medaillengewinner, der mit dem Gros der Delegation von Swiss Olympic in die Schweiz zurückkehrte. Zeitfahren-Olympiasieger Fabian Cancellara und Karin Thürig, die Bronzemedaillengewinnerin bei den Frauen, traten bereits während den Olympischen Spielen die Heimreise an.

Das Tennis-Duo Roger Federer und Stanislas Wawrinka war nach dem Triumph im Doppel direkt von China in die USA weitergereist und die Mountainbiker um Bronze-Gewinner Nino Schurter flogen für ihren nächsten Weltcup-Einsatz nach Canberra (Au), wo im nächsten Jahr die Weltmeisterschaften stattfinden werden. Ebenfalls nicht an Bord er Maschine war Viktor Röthlin. Der Obwaldner sich nach seinem starken Auftritt im Marathon einen zusätzlichen Tag Regeneration gönnte.

von Christian Finkbeiner, Kloten

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