EM-Titel für Schurter und Siegenthaler
EM-Titel für Schurter und Siegenthaler
Nino Schurter (EQ Images)

Um den Schweizer Nachwuchs braucht man sich bei den Mountainbikern keine grossen Sorgen zu machen. Bei den Europameisterschaften in St. Wendel (De) gewannen Nino Schurter und Nathalie Schneitter die Goldmedaille. Mathias Flückiger und der Junior Matthias Rupp sicherten sich die Bronzemedaille.

Seine dritte EM-Goldmedaille musste sich Nino Schurter hart erkämpfen. Der Bündner versuchte zwar verschiedentlich, die mit ihm an der Spitze liegenden Stéphane Tempier (Fr), Mathias Flückiger und Fabian Giger zu distanzieren. Schurter hielt sich danach zurück und setzte in der letzten Runde auf den letzten Downhill. Dort holte er 10 m Vorsprung heraus und zog bis ins Ziel durch. Flückiger unterlag Tempier im Spurt um die Silbermedaille.

Bei seinem Einsatz erlebte Nino Schurter ein Wechselbad der Gefühle: "In den ersten beiden Runden dachte ich, das sei nicht mein Tag. Dann gingen die Beine auf und ich kam immer besser in Fahrt.Ich bin froh, mit diesem Titelgewinn erneut ein Qualifikationskriterium für Peking geschafft zu haben." Mathias Flückiger zeigte sich mit seiner bronzenen Auszeichung zufrieden, auch wenn er anerkennen musste, gegen Tempier im Spurt keine Chance gehabt zu haben.

Nicht mit Tereza Hurikova, wie erwartet worden war, sondern mit Tanja Zakelj (Sln) duellierte sich Nathalie Schneitter. Hurikova hatte Probleme mit der Schaltung und musste deshalb in der technischen Zone anhalten, um den Schaden zu beheben.

Schneitter, die Junioren-Weltmeisterin von 2004, und Zakelj, zwei Jahre später ihre Nachfolgerin, blieben bis in die letzte Runde zusammen. Dann nutzte Schneitter den zweiten steilen Anstieg im Wald zu einem Angriff: "Ich hatte zuvor gesehen, dass meine Gegnerin da Mühe hatte. Zakelj fiel sofort weg und ich musste nur noch sauber fahren, um ins Ziel zu kommen." Mit dem Gewinn des WM-Titels erfüllte die Solothurnerin zum dritten Mal die Olympia-Norm: "Ich wusste, dass ich dieses Rennen gewinnen kann. Der Druck hat mir nichts ausgemacht. Für mich war es die letzte Chance in der U23-Kategorie. Deshalb bin ich froh, dass es geklappt hat."

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