
Erik Zabel sagt Adieu, der Giro d'Italia Benvenuto Lance Armstrong - dafür legte der jüngste Doping-Skandal im Radsport eine Verschnaufpause ein.
Während Armstrong bei seiner Comeback-Tour auch einen Giro-Start fest einplanen kann, bereitet sich dessen langjähriger Wegbegleiter Zabel auf seinen endgültigen Abschied vom Strassen-Radsport vor. "Im Moment spüre ich noch keine Abschiedsstimmung, noch ist alles Routine", sagte der Milram-Kapitän vor dem Rennen Paris - Tours am Sonntag.
Vor den letzten 252 Strassen-Kilometern seiner 16-jährigen Profi-Karriere kommt bei dem 38-Jährigen, der den französischen Herbstklassiker dreimal gewonnen hat, aber keine Wehmut auf. Denn im Winter will Zabel, der auf 211 Siege bei UCI-Rennen zurückblicken kann, noch die Sechstagerennen in Amsterdam, Dortmund und München bestreiten.
Premiere für Armstrong
"Schwieriger wird es sicherlich im Frühjahr, wenn der eigene Rhythmus durcheinander kommt und man eigentlich seine Koffer packen und nach Mallorca zur Saisonvorbereitung aufbrechen möchte", sagte er. Im Gegensatz zu Zabel wird sich der siebenfache Tour-de-France-Sieger Armstrong 2009 wieder den Strapazen des dichten Rennkalenders aussetzen und wohl erstmals den Giro in Angriff nehmen.
Dass der Texaner Anfang des Monats sein Bedauern ausgedrückt hatte, nie die Italien-Rundfahrt gefahren zu sein, war Balsam auf die Seele der von Armstrong lange ignorierten Radsport-Nation. Prompt bekam er nun Grünes Licht für einen möglichen Start im kommenden Jahr. "Wir haben ihn eingeladen", bestätigte Giro-Direktor Angelo Zomegnan der "La Gazzetta dello Sport".
Keine verschärften Doping-Kontrollen
Zugleich erklärte er, dass es für den Giro - im Gegensatz zur Tour - keine nachträglichen Kontrollen auf CERA-Doping geben werde. "Das Anti-Doping-Labor in Rom hat keinen CERA-Dopingfall gefunden und auch keinerlei Verdachtsmomente festgestellt", sagte Zomegnan.
Dies habe der Weltverband UCI bestätigt. Deshalb sei eine erneute Untersuchung der beim Giro genommenen Dopingproben überflüssig. In Nachtest zur diesjährigen Tour war unter anderen der Nürtinger Stefan Schumacher, der Doping stets bestritten hat, in der A-Probe zweimal positiv auf Doping mit dem EPO-Präparat CERA getestet worden.
In der Brauerei Rothaus bekräftigte ein weiterer Geldgeber, das Engagement einzustellen. "Der Profi-Strassenradsport ist für Sponsoren derzeit eine aussichtslose Sache", sagte Rothaus-Vorstand Thomas Schäuble dem "Südkurier". Die Brauerei war bislang Hauptsponsor der Regio-Tour und unterstützte den GP Triberg-Schwarzwald sowie den Sparkassen-Cup in Schwenningen. Alle Rennen müssen nun um ihre Zukunft bangen.
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