
Der Genfer Dominique Wavre macht zumindest rangmässig in der Vendée Globe weiter an Boden gut. Vor der heiklen Passage des "Pot au noir" befindet er sich an 11. Position.
Die Spitzengruppe der Weltumsegler im Einhand-Boot durchquert in den nächsten Tagen mit dem Flautenloch am Äquator (Pot au noir) eine der heikelsten Passagen auf der Solofahrt rund um die Antarktis. In den Kalmen -- so wird die Region genannt, in der sich die massgeblichen Wetterzonen der nördlichen und südlichen Halbkugel aneinander reiben -- sind die Windverhältnisse nur schwer zu prognostizieren. Oft herrscht Flaute, aber innert Stunden können sich auch kräftige Winde aufbauen. "Häufig entscheidet in dieser Phase auch das Glück", hatte Wavre vor Regatta erklärt.
Eine Portion Glück könnte der Romand nach dem misslungenen Start gebrauchen. Wegen einer defekten Batterie hatte er das Rennen vor elf Tagen in Les Sables d´Olonne (Fr) mit zehn Stunden Verspätung und 80 Seemeilen Rückstand (148 km) in Angriff genommen. Günstige Winde würden ihn quasi gratis an die zehnköpfige Spitzengruppe, die bloss durch 123 Seemeilen getrennt ist, heranführen. Doch Wavre erwischte gestern Mittwoch ausgerechnet dort schwache Winde, wo die Konkurrenten 24 Stunden zuvor noch flott unterwegs waren. Die rangmässige Verbesserung entspricht deshalb nicht einer besseren Ausgangslage. Der Rückstand auf Platz 10 beträgt weiterhin 170 km. Noch anfangs Woche hatte Wavre gehofft, dank seinem leicht westlicheren Kurs am Mittwoch Terrain gutzumachen.
Vendée Globe. Weltumsegelung im Einhand-Boot ohne Zwischenhalt und fremde Hilfe. Zwischenstand (Mittwoch, 20.02 Uhr/nach 10 Tagen und 7 Stunden): 1. Loïck Peyron (Fr) 21 124 Seemeilen vom Ziel entfernt. 2. Sébastien Josse (Fr) 25,3 Seemeilen zurück. 3. Jean-Pierre Dick (Fr) 47,8. 4. Armel Le Cléac´h (Fr) 49,0. 5. Vincent Riou (Fr) 56,9. 6. Yann Eliès (Fr) 70,0. Ferner: 11. Dominique Wavre (Sz) 216,4. 24. Bernard Stamm (Sz) 1099,4. -- 30 gestartet, 4 Aufgaben.
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