Djokovic bläst zum Angriff
Djokovic bläst zum Angriff
Mischa Zverev musste öfter in Deckung gehen (imago)

Es wird enger an der Spitze der Weltrangliste. Roger Federer und Rafael Nadal spüren bereits den Atem von Novak Djokovic im Nacken, der durch seinen 4:6, 6:3, 6:3-Erfolg gegen Stanislas Wawrinka beim Sandplatz -Turnier in Rom weiter Boden gutmachen konnte.

Für den 22-jährigen Australian-Open-Sieger war es nach Indian Wells der zweite Titel in diesem Jahr bei einem Masters- Series-Turnier und eine gelungene Generalprobe für das Masters am Hamburger Rothenbaum., bei dem er wieder auf den Spanier Nadal treffen wird, der im Vorjahr das Finale gegen den Schweizer Federer verloren hatte.

Djokovic hat Geduld 

"Es ist schon klar, dass viele Leute jetzt wieder erzählen werden, dass ich einer der besten Spieler der Welt bin. Aber ich habe keine Lust, jetzt schon über die Nummer eins nachzudenken. Ich will erst darüber reden, wenn es passiert ist", sagte Djokovic, der bei dem mit 2,27 Millionen Euro dotierten Turnier in Rom im Halbfinale keine Mühe gegen Radek Stepanek hatte. Völlig entkräftet und erschöpft von der Hitze, gab der Tscheche am Samstag beim Stand von 6:0, 1:0 für Djokovic auf. Auch Wawrinka musste sich gegen Andy Roddick nicht übermässig schinden, weil der Amerikaner bei eigenem 0:3-Rückstand wegen einer Rückenverletzung passen musste.

Lokalmatador Mischa Zverev ist derweil in Hamburg bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der mit einer Wildcard ins Feld der 56 Tennis-Weltstars gerutschte 20-Jährige unterlag dem Kroaten Ivo Karlovic in einem Tiebreak-Krimi mit 6:7 (4:7), 6:7 (3:7). Die mit 2,27 Millionen Euro dotierte Sandplatz-Veranstaltung in Hamburg begann in diesem Jahr erstmals bereits am Sonntag. Die Topstars der Branche greifen allerdings wie die besten deutschen Spieler, der Augsburger Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer aus Hannover, erst später ins Geschehen ein.

Aufschläge mit Lichtgeschwindigkeit

"Die meiste Zeit war ich damit beschäftigt zu erraten, wohin er aufschlägt - und in Deckung zu gehen", sagte der Weltranglisten-81. Zverev nach dem ungleichen Kampf gegen den baumlangen Karlovic. Die Partie gegen den Aufschlagriesen aus Kroatien begeisterte die Zuschauer nur selten, und auch Zverev war nach dem Match enttäuscht. "Das hat nicht wirklich Spass gemacht. Bei seinen Aufschlägen hat man das Gefühl, ein Stein kommt einem entgegen."

Werbung

Live-Ticker

Golf: European Open
4. Runde 11:00
Formel 1: GP Großbritannien
Rennen 14:00
Radsport: Tour de France
2. Etappe 14:50
Tennis: Wimbledon
Federer - Nadal 15:00