Wawrinka Favorit in Gstaad
Wawrinka Favorit in Gstaad
Wawrinka soll für den Schweizer Sieg sorgen (EQ)

Vor einem Jahr war Wawrinka als Weltnummer 43, mit vielen Zweifeln im Gepäck, nach Gstaad gereist. In den acht Partien vor dem Turnier hatte er sieben Mal verloren. Er verliess dann das Berner Oberland unverrichteter Dinge, nachdem er dem bescheidenen Argentinier Martin Vassallo Arguello unterlegen war. "Das war eine der bittersten Niederlage meiner Karriere", erinnert sich "Stan".

Steigerungslauf nach Gstaad 2007

Mit dem Spieler des letzten Jahres hat er nun aber nichts mehr gemeinsam: Just nach dem letztjährigen Gstaader Turnier hatte er zu einem Steigerungslauf angesetzt, der in die beiden ersten Major-Achtelfinals (US Open und Wimbledon), ins Masters-Series-Endspiel von Rom und in die Top 10 führte.

Logisch hat der 23-Jährige, der auch ferienhalber immer wieder nach Gstaad kommt, nun ganz andere Ambitionen: "Ich freue mich enorm auf Gstaad. Die Höhenlage kommt meinem Spiel entgegen." Das hat er 2005 bewiesen, als er seinen ersten Final auf der Tour erreichte. Ein Titelgewinn würde ihm auch 35 Punkte für die Jahreswertung (Champions Race) einbringen, womit er einen weiteren Schritt in Richtung Masters in Schanghai machen würde.

Respektables Teilnehmerfeld trotz Olympia-Engpass

Wegen Olympia finden dieses Jahr einige Turniere gleichzeitig statt. Neben Gstaad figurieren auch Newport und Stuttgart im Kalender. Trotzdem gelang es den Organisatoren ein respektables Feld zusammenzustellen.

Erste Herausforderer von Wawrinka dürften Titelverteidiger Paul-Henri Mathieu (ATP 16), der so spielstarke wie unberechenbare Michail Juschni (ATP 17) und der Aufschlag-Gigant Ivo Karlovic (ATP 22) sein. Mit dem Vorjahres-Finalisten Andreas Seppi (ATP 30), dem Deutschen Nicolas Kiefer (ATP 32), dem Russen Igor Andrejew (ATP 37) oder Jungstar Marin Cilic (ATP 55) sind auch weitere interessante Spieler dabei.

Mindestens vier Vertreter von Swiss Tennis werden im Haupt-Tableau im Einsatz stehen, das im Olympia-Jahr ausnahmsweise nur 28 Spieler umfasst. Die drei Wildcards wurden an die Davis-Cup-Spieler Stéphane Bohli (ATP 138), Michael Lammer (ATP 245) sowie an den 20-Jährigen Robin Roshardt (ATP 656) vergeben.

von Marco Keller

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