Didier Cuche küsst den Siegerpokal von Sölden.(© Reuters)

Didier Cuche nach seinem Sieg.

Die «1» war auf dem Rettenbach-Gletscher ausschliesslich für Cuche reserviert: Der Gewinner des letztjährigen Riesenslalom-Weltcups ging mit Startnummer 1 ins Rennen, stellte Bestzeit im 1. Lauf auf - und gewann hochüberlegen auch das Rennen.

Janka hauchdünn auf dem Podest

Ligety büsste als Zweiter bereits sechs Zehntel ein. Weltmeister Janka (0,95 Sekunden hinter Cuche) rettete den Podestplatz, den er schon nach dem 1. Durchgang belegt hatte, um eine Hundertstel vor dem Italiener Massimiliano Blardone.

Cuche mit starkem Finish

Cuche fuhr seinen Vorsprung auf seine schärfsten Rivalen in beiden Läufen im flacheren unteren Teil heraus. Im 1. Durchgang hatte er bei der 2. Zwischenzeit nach dem Steilhang noch 35 Hundertstel hinter Ligety gelegen, nahm dem Amerikaner dann aber bis ins Ziel sieben Zehntel ab.

Im 2. Lauf, wo er hinter Kjetil Jansrud (No) und Robbie Dixon (Ka) die drittbeste Laufzeit aufstellte, lag er im Startabschnitt nur an 15. Stelle, bevor er aufdrehte.

Gleichviele Siege wie Russi

Es war Cuches 10. Weltcupsieg (ebenso viele wie Abfahrer und SF-Experte Bernhard Russi), den dritten im Riesenslalom nach seinen Triumphen in Adelboden (2002) und Sestriere (letzten Winter). Seine Siegpremiere hatte der Neuenburger 1998 bei der Abfahrt von Kitzbühel gefeiert. Mit 35 Jahren ist er der älteste Fahrer, der je einen Weltcup-Riesenslalom gewinnen konnte.

Erste «Riesen»-Punkte für Zurbriggen

Marc Berthod zeigte eine ansprechende Leistung und wurde 15. Sandro Viletta belegte Rang 17, Silvan Zurbriggen holte als 20. seine ersten Riesenslalom-Punkte. Die übrigen Schweizer schafften es nicht in den 2. Lauf. Rückkehrer Beat Feuz (39.) verpasste Rang 30 um eine gute Sekunde, Marc Gini wurde 41. und der Walliser Ami Oreiller kam bei seinem Weltcup-Debüt auf Rang 46.

Sölden liegt den Schweizern

Schon zum Start der letzten Saison hatten die Schweizer in Sölden triumphiert. Daniel Albrecht siegte vor Jahresfrist vor Cuche und Ligety; Janka belegte damals den 9. Rang.
(boe)